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Frankreich und Schweiz: Neue Hürden für Handwerker

Zwei unserer Nachbarländer haben zum Jahresanfang neue Regelungen in Kraft treten lassen, die von ausländischen Unternehmen, die dort Arbeiten erledigen wollen, wohl nicht zu Unrecht als Hürden empfunden werden:  In Frankreich muss seit dem 1. Januar für jeden dorthin entsandten Arbeitnehmer jedes Mal eine Gebühr von 40 Euro gezahlt werden. Und in der Schweiz müssen deutsche Unternehmen, die dort Dienstleistungen ausführen, eine Schweizer Umsatzsteuernummer beantragen, sofern sie einen Auslandsumsatz von mehr als 100.000 Franken, also etwa 86.000 Euro haben. Die Barrieren widersprechen dem Binnenmarkt nicht, weil sie den Spielraum von europäischen Richtlinien zu Gunsten der heimischen Wirtschaft ausnutzen. Vor allem der bürokratische Aufwand hält nämlich viele ausländische Unternehmen davon ab, in dem betreffenden Land aktiv zu werden.
So verlangt Frankreich bereits seit zwei Jahren ein elektronisches Anmeldeverfahren, das nur in Französisch erledigt werden kann, sowie die Benennung eines Vertreters vor Ort und umfassende Dokumentationspflichten. Baubetriebe wiederum müssen seit März 2017 bei jedem Auftrag in Frankreich erneut für jeden Mitarbeiter die kostenpflichtige "Carte d’identification professionelle BTP" beantragen und sie bei Kontrollen vorlegen. Die Anmeldeprozedur dauert mehrere Tage, was vor allem bei kurzfristigen Aufträgen Probleme bereitet.

Parallel zur Pflicht zur Umsatzsteuernummer hat die Schweiz den Steuersatz von acht auf 7,7 Prozent gesenkt. Dies gilt jedoch nur für reine Warenlieferungen. Experten warnen daher: "Schon der kleinste Handgriff macht aus der Warenlieferung eine Montage." Zudem müssen deutsche Handwerksbetriebe zur Absicherung der Mehrwertsteuereinnahmen eine Bareinlage tätigen oder die Bürgschaft einer Schweizer Bank vorweisen.




Afrika-Forum mit großer DABV-Beteiligung


Auch das 5. Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW am 27. Februar in Dortmund richtet sich an Unternehmen, die für Investitionen in und den Handel mit Afrika gewonnen werden sollen. Träger des vom Land NRW geförderten Forums sind die Auslandsgesellschaft NRW und das Netzwerk der Industrie- und Handelskammern. Zu den Unterstützern zählt der Deutsche Auslandsbau-Verband, der nachmittags den Themenblock Bauwirtschaft und Infrastruktur bestreitet. Unter der Moderation von Ingo Reifgerste (Vorsitzender des DABV) tauschen unter anderem Vertreter der Mitgliedsbetriebe Heinrich Weber GmbH, Siegen, und Franz Trippe GmbH, Schmallenberg, ihre Erfahrungen aus. Im Anschluss daran erläutert DABV-Geschäftsführer Heinz G. Rittmann interkulturelle Herausforderungen im Afrikageschäft. Zur Eröffnung des Forums gibt es eine Talkrunde zum Thema "Afrika im Fokus der Politik: Mehr Chancen für deutsche Unternehmen?". Daran nehmen unter anderem der NRW-Minister für Internationales, Stephan Holthoff-Pförtner, der Afrika-Beauftragte der Bundekanzlerin, Günter Nooke, und Heinz-Walter Große, Vorsitzender der Subsahara-Afrika Initivative der Deutschen Wirtschaft, teil. Weitere Themenblöcke im Laufe des Tages drehen sich um den Maschinen- und Anlagenbau, die digitale Wirtschaft und erneuerbare Energien, Umwelttechnik und Wasserwirtschaft. Das komplette Programm sehen Sie unter

https://www.afrika-wirtschaftsforum-nrw.de/programm.php








Die Energieeffizienz in Bulgarien steigern helfen


Auch Bulgarien legt großen Wert auf eine höhere Energieeffizienz. NRW-Unternehmen mit Interesse an diesem Markt können an einer Informationsveranstaltung und später an einer Sondierungsreise nach Sofia teilnehmen. Die Vorab-Informationen gibt es am 31. Januar in der NRW.Bank in Düsseldorf. Die Reise ist dann für Ende März geplant. Auf dem Programm stehen umfangreiche Briefings zum Markt, der Besuch der Ausstellung "Energieeffizienz und erneuerbare Energien" in der bulgarischen Hauptstadt, Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern und die Besichtigung von Unternehmen beziehungsweise Projekten. Die Fahrt ist ein Projekt von NRW.International. Weitere Informationen gibt dort Gregor Stolarczyk, Tel.: 0211/ 710671-232, gregor.stolarczyk@nrw-international.de .




Auf Fortbildung bei den BGV

Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverbände Äthiopiens, Kenias und Ugandas sind derzeit auf einer Fortbildung in Deutschland. Die Baugewerblichen Verbände arbeiten seit mehreren Jahren mit ihnen in einem Projekt zusammen, in dem es um die Stärkung der Organisationen und ihrer Services für die Mitglieder geht. Nach einem Auftakt in Brüssel werden die Ostafrikaner jetzt in die Arbeitsweise der BGV eingeführt. Weitere Stationen sind die Bildungszentren des Baugewerbes in Krefeld, die Handwerkskammer Düsseldorf sowie in der kommenden Woche die Organisationen Sequa und GIZ in Bonn und der Obermeistertag und der Bauwirtschaftstag beim Zentralverband des Baugewerbes in Berlin.

 






ZDH und GIZ verlängern Zusammenarbei
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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen weiter und noch intensiver zusammenarbeiten. Deswegen haben sie ihre Kooperationsvereinbarung bis Ende 2020 verlängert. Gemeinsames Ziel ist, Expertise und Aktivitäten des deutschen Handwerks für die Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit zu nutzen. Der gemeinsame Grundsatz: Besondere Stärken von ZDH und GIZ sollen sich ergänzen. Dies gelte insbersondere im Bereich der beruflichen Qualifizierung und Fortbildung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Schwerpunkte sollen hier die Reintegration von Flüchtlingen in den Anrainerstaaten Syriens und der Aufbau von Beschäftigung in Afrika sein.

Der ZDH und seine Mitglieder verfügen über umfangreiches Know-how in der beruflichen Bildung und ein großes Netzwerk von Experten. Diese Fachressourcen könnten, wo sinnvoll und möglich, vermehrt im Rahmen der Vorbereitung, Prüfung und Durchführung von Maßnahmen der GIZ herangezogen werden, heißt es in der Kooperationsvereinbarung.


Foto: ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner unterzeichneten die Vereinbarung. (Foto: ZDH)




Zwei Baufachmessen in Johannesburg und Abuja


Zwei wichtige Branchenmessen für den Baubereich finden im ersten Halbjahr 2018 in Afrika statt, die bauma Conexpo Africa und die ConMin West Africa. Für die Conexpo ist das Messegelände in Johannesburg vom 13. bis 16. März reserviert. Gezeigt werden dort Baumaschinen und -fahrzeuge, Baustoffmaschinen und Bergbaumaschinen. Deutlich über 600 Aussteller werden erwartet, die Besucherzahl lag 2015 bei mehr als 14.000 aus 75 Ländern. Es gehe auch um die Markttrends in der Bauwirtschaft der Sub-Sahara-Region, sagen die Ausrichter voraus. Nach der Premiere im Juni 2017 wird die zweite ConMin vom 15. bis 17. Mai stattfinden, in Abuja. Im Zentrum stehen hier Baumaschinen und -materialien sowie der Bergbau. Auch das Thema Nachhaltigkeit soll eine große Rolle spielen. 2015 wurden über 1.500 Fachbesucher und 44 Aussteller aus elf Ländern registriert.




Infrastruktur-Forum tagte in Düsseldorf


NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat gemeinsam mit Stefan Liebing, dem Vorsitzenden des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, das fünfte German-African Infrastructure Forum 2017 eröffnet. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz standen die Themen Wasserversorgung und Abfallverwertung, Mega-Cities, Mobilität und erneuerbare Energien. Erwartet wurden etwa 200 hochrangige Gäste aus Afrika und Deutschland – aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Minister Pinkwart sagte: „Produkte und Dienstleistungen ‚Made in Germany‘ genießen in Afrika einen guten Ruf. Das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit beim Ausbau der Energie- und Wasserversorgung, der Verkehrswege und der digitalen Infrastruktur ist groß. Diese Chancen müssen von der Wirtschaft besser genutzt werden.“ Deutschland wolle "mehr als in der Vergangenheit Wert auf den wirtschaftspolitischen Austausch mit Afrika als Partner auf Augenhöhe legen. Wenn wir Entwicklungszusammenarbeit und nachhaltige Wirtschaftspolitik zusammen denken, können davon beide Seiten profitieren.“
Die aktuelle Infrastrukturentwicklung auf dem afrikanischen Kontinent birgt ein großes Potenzial – auch und vor allem für die  deutsche Wirtschaft. Infrastruktur ist dabei weit mehr als Straße, Schiene und Luft. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bereiche, in denen die deutsche Wirtschaft mit ihrer Expertise die Entwicklung in Afrika vorantreiben kann.

Das Forum bietet daher Diskussionen mit Experten, die Möglichkeit zum Netzwerken mit potenziellen afrikanischen und deutschen Partnern, innovative Impulse für Ihre Unternehmen und praxisorientierte Workshops.




Vademecum für erfolgreiche Joint Ventures

Erst eine gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht und beschleunigt die Entwicklung der Staaten in der Dritten Welt. Joint Ventures zwischen einheimischen und ausländischen mittelständischen Fachunternehmen wiederum unterstützen den Ausbau und die Pflege der Infrastruktur erheblich. Welche Bedingungen vorhanden sein müssen, um das Risiko kleinzuhalten, dass derartige Joint Ventures zwischen afrikanischen und europäischen Anbietern scheitern, war Thema eines Projekts, an dem der Deutsche Auslandsbau-Verband mitgewirkt hat. Untersuchungsgebiet waren Guinea, Sierra Leone und Liberia. Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie im Anhang.

 Enterprise_Guide_EN.PDF



Politischer Flankenschutz für deutsche Anbieter


Mit einer "Geschäftsstelle Strategische Auslandsgeschäfte" will die Bundesregierung Unternehmen bei ihren Aktivitäten jenseits der Grenzen beistehen. Angesiedelt ist die Geschäftsstelle im Bundeswirtschaftsministerium. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass bei Projekten deutsche Anbieter zunehmend mit Wettbewerbsnachteilen zu kämpfen haben gegenüber Mitbewerbern, die mit politischer Unterstützung auftreten und so unter anderem umfassende Finanzierungsangebote machen können. Deutsche Firmen sollen nun stärker politischen Flankenschutz bekommen, die Finanzierungsinstrumente sollen für sie ausgeweitet werden und Exportfinanzierungsregeln sollen international weiterentwickelt werden. Damit will Berlin insgesamt eine noch günstigere Außenwirtschaftsförderung als bisher gewährleisten. Die Geschäftsstelle werde eng gerade mit interessierten Mittelständlern und ihren Verbänden zusammenarbeiten, wurde zugesagt.




Mehr Hilfe an „Reformchampions"


Durch „Partnerschaften" mit einzelnen afrikanischen Staaten soll die Entwicklung dort besonders vorangebracht werden. Diesen Plan für eine „gemeinsame Zukunft" erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel afrikanischen Politikern und Wirtschaftsvertretern beim G20-Afrika-Gipfel der Bundesregierung. Mit der Veranstaltung wird der G20-Gipfel in einigen Wochen vorbereitet, auf dem Afrika ein wichtiger Tagesordnungspunkt sein soll. Im Blick sind im Moment die sogenannten „Reformchampions" Athiopien, Tunesien, Ghana, Elfenbeinküste, Marokko, Ruanda und Senegal. Im Rahmen der Partnerschaften mit ihnen sollen sie Entwicklungsziele benennen, für die sie dann langfristig internationale Unterstützung erhalten. Vor allem die Bereiche Industrialisierung und Ausbau der Infrastruktur stehen dabei im Fokus. Deutsche Unternehmen sollen sich für ihre Invesitionen dort beim Staat über Hermes-Bürgschaften leichter gegen Risiken absichern können. Parallel zu der Konferenz wurde bekannt, dass das Wirtschaftswachstum auf dem Kontinent sich beschleunigen soll - von 2,2 Prozent im vergangenen Jahr (dabei in Ostafrika plus 5,3 Prozent) auf 4,3 Prozent in 2018. 
 



A1-Bescheinigungen für GB nur noch bis Ende März 2019


Der angekündigte Austritt Großbritanniens aus der EU hat auch Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die von ihrem Betrieb nach dort entsendet werden. Die dafür üblichen A1-Beschinigungen werden laut Auskunft des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen ab sofort nicht mehr für Zeiträume ausgestellt, die über den 29. März 2019, das vermutliche Brexit-Datum, hinausgehen. Welche Regelungen dann gelten, ist noch unklar.
 



Lupp-Auftrag in Sierra Leone in Deutsche-Welle-Beitrag


In einem kurzen Filmbeitrag hat sich die Deutsche Welle mit dem „Chancenkontinent" Afrika und dem Engagement der deutschen Wirtschaft auf dem Kontinent beschäftigt. Mit erwähnt wird dabei das Bauunternehmen Lupp, das mit Unterstützung des Auslandbau-Verbands die Nationalbank in Sierra Leone saniert. Den Film sehen Sie unter 
https://www.youtube.com/watch?v=uvUbBLQVlmE , die Lupp-Sequenz beginnt etwa bei 1:30  Minuten. 




Infrastruktur und Arbeitsplätze müssen Priorität haben


In Afrika gehe es „an erster Stelle um die Schaffung von Infrastrukturen und von dauerhaften Arbeitsplätzen, die vor allem jungen, immer besser ausgebildeten Menschen verlässliche Lebensperspektiven dort ermöglichen". Darauf drängt der Bonner Professor und Afrika-Experte Ludger Kühnhardt in einem Interview des General-Anzeigers. Er kritisiert gleichzeitig den „Überbietungswettbewerb an Hilfsprogrammen". Als neuen Gesichtspunkt bringt er in die Diskussion, die Geldzahlungen von zum Beispiel in Europa oder Amerika lebenden Afrikanern „nach Hause" stärker für eine nachhaltige Wirtschaftsförderung zu nutzen. Das Interview im Wortlaut: 
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/ausland/Das-Potenzial-der-afrikanischen-Diaspora-article3518956.html




Äthiopischer Partnerverband dankt BGV für Zusammenarbeit


Mit einer Ehrenurkunde hat der äthiopische Bauverband Construction Contractors Association of Ethiopia (CCAE) den Baugewerblichen Verbänden (BGV) für die langjährige und enge Zusammenarbeit gedankt. Die Urkunde wurde vom Präsidium der CCAE im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Vereinigung an BGV-Hauptgeschäftsführer Lutz Pollmann übergeben. Man sei sehr stolz auf diese erfolgreicher Partnerschaft, freuten sich beide Seiten.

„Wir haben zusammen immens viel erreicht“, meinte Poll-mann. Die CCAE sei „ein kompetenter und leistungsstarker Repräsentant der äthiopischen Bauwirtschaft. Sie bietet ihren Mitgliedern vielfältige und eminent wichtige Serviceleistungen und vertritt ihre Interessen gegenüber den anderen Wirtschaftsbereichen und gegenüber der Politik sehr intensiv“. Das gelte im Übrigen vergleichbar für die beiden anderen Partner in einem seit 2012 vom Bund geförderten Projekt, die kenianische Federation of Master Builders (KFMB) und die National Association of Building and Civil Engineering Contractors (UNABCEC) aus Uganda. Pollmann dankte für die Auszeichnung deswegen „nicht nur als Anerkennung für das bisher Geleistete, sondern zugleich als Ansporn, weiterzumachen und unsere Organisationen und deren Mitgliedsbetriebe weiter voranzubringen. Wir von den BGV sind dazu bereit.“

Die BGV sind schon seit langem in internationalen Kooperationen aktiv. Bei Entwicklungspartnerschaften wie der mit den ostafrikanischen Verbänden stehen zwei grundsätzliche Ziele im Vordergrund: Zum einen wolle man als Organisation den Partnern „Hilfen zur Selbsthilfe“ anbieten, ihnen also auf eigenen Erfahrungen basierende Anstöße geben und sie noch fitter machen für das, was sie selbst wollen und was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Konkret geht es unter dem Schlagwort Stärkung der Verbände und ihres Dienstleistungsangebots für die Mitglieder um Management-Trainings für die Verbände, um effiziente innerverbandliche Strukturen und Prozesse, um das Thema Interessenvertretung und Lobbyarbeit sowie um die Schulung der lokalen Baufirmen. Zum zweiten wolle man den eigenen Mitgliedsbetrieben, soweit sie an Auslandskontakten interessiert sind, den Weg dazu bahnen. Es solle ihnen der Einstieg in die jeweiligen Märkte erleichtert und die Risiken, die damit verbunden sind, sollten minimieret werden. Dabei drängen die BGV bei Joint Ventures zwischen ostafrikanischen und deutschen Mittelständlern im Bausektor auf längerfristige Geschäftsbeziehungen, in denen beide Partner lernen und besser werden. Ganz bewusst lehnten die BGV es ab, im kommerziellen Bereich nur das schnelle Geld zu machen, die schnelle Gewinnmaximierung anzustreben. Das wäre dann keine Geschäftsbeziehung „auf gleicher Augenhöhe“.

 






Nur noch „konditionierte" Entwicklungsgelder?


Die Bundesregierung will mit ihrer Unterstützung für Afrika mehr Investitionen dort und mehr Handel mit dem Kontinent ermöglichen. Entwicklungsminister Müller und Wirtschaftsminister Gabriel haben diese neue Strategie vorgestellt. Die deutsche Wirtschaft halte sich auf dem „Chancenkontinent", so Müller, noch zu sehr zurück. Es müssten dort aber Jobs und Lebensperspektiven geschaffen werden. Das sei möglich, denn „Technik und Know-how made in Germany sind besonders gefragt", eregänzte Gabriel. Staaten mit Stabilität, auf Demokratie-Kurs und vor allem mit klaren Reformprogrammen sollten mehr Geld bekommen, die Effekte der Hilfe sollten nachprüfbar sein. Das umfasse das Stichwort „Konditionierung". Zudem will Berlin die Garantien zur Risikoabsicherung von Investitionen und Exporten ausweiten. Auch auf duale Ausbildung soll mehr Wert gelegt werden.
Kritk an der als Marshall-Plan für Afrika bezeichneten Strategie kam von Entwicklungsexperten. In einem „Kölner Memorandum" sagten sie, mehr Geld mache Afrika nur ärmer und noch abhängiger. „Entwicklung in Afrika kann nur von Afrikanern gemacht werden." Einheimische Unternehmen und solche, die Produktionsbetriebe errichten, müssten gestützt werden.




Entwicklungsminister Müller lobt Afrika-Engagement des DABV


Wie kann man die entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen verbessern und mehr mittelständische Unternehmen einbeziehen? Anregungen für diese Frage haben Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und die Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel bei einem Fachgespräch gesucht. Mit dabei waren als Vertreter der Baugewerblichen Verbände (BGV) und des Deutschen Auslandsbau-Verbands Heinz G. Rittmann und Ingo Reifgerste sowie der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Lupp aus dem hessischen Nidda, Matthias Kaufmann. Sie führt gerade ein größeres Bauprojekt in Sierra Leone durch - zum wiederholten Mal unterstützt vom Auslandsbau-Verband. Müllers Lob: „Sie sind genau am richtigen Punkt aktiv!"

Der Minister, der noch in der vergangenen Woche in Ostafrika gewesen war, wollte bei dem Treffen mit in der Entwicklungszusammenarbeit engagierten Vertretern der Wirtschaft und von Privatorganisationen über deren „Erfahrungen und ihre Wünsche“ diskutieren. Von der Veranstaltung werde er „viel an Praxis mitnehmen“, meinte er. Mit Pantel stimmte Müller überein, es gehe um eine globale Verantwortung, aktuell aber auch immer wieder darum, Gründe für eine Flucht nach Europa zu mindern. An mehreren Beispielen verwies er auf das Bevölkerungswachstum in Afrika. „Diese vielen Millionen Menschen brauchen Wohnungen, Bildung, medizinische Versorgung, Infrastruktur. Bei alldem müssen wir, die auf der Sonnenseite leben, Unterstützung leisten.“

Rittmann und Reifgerste erläuterten die Arbeit der BGV und speziell des Auslandsbau-Verbands. Fachwissen, Erfahrung und Kontakte sind deren wichtigstes „Kapital“, um das Auslandsengagement deutscher Bauunternehmen zu befördern. Seit zehn Jahren ist der DABV bundesweit aktiv. Den Schwerpunkt bildet Afrika südlich der Sahara. Dass der Verband dort zugleich Entwicklungsimpulse setzt, beschreibt der geschäftsführende Vorstand Rittmann so: „Die lokalen Unternehmen, mit denen sich unsere Firmen zusammentun, und ihre Mitarbeiter profitieren vom Know-how-Transfer im betriebswirtschaftlichen ebenso wie im baupraktischen Bereich. Damit fahren wir ganz bewusst einen anderen Ansatz als Wettbewerber, die lediglich Aufträge an Land ziehen und sie mit Personal und Material aus dem Stammland abarbeiten.“

Afrika wird von vielen Entwicklungs-Experten als Kontinent mit großen Zukunftschancen beschrieben. Politik und Wirtschaft tun also gut daran, sich dort weiterhin zu engagieren. Ein Beispiel dafür und auch für die erfolgreiche Kooperation mit den BGV und dem DABV gibt die Unternehmensgruppe Lupp. Der Mittelständler hat in mehr als 30 Jahren Auslandserfahrung unter anderem Hotels, Shopping Malls, Straßen, Hafenanlagen, Brücken, Botschaften und Appartementkomplexe realisiert.

Auch in den westafrikanischen Staaten Sierra Leone und Liberia hat das Unternehmen jüngst Joint Ventures mit lokalen Partnern geschlossen. „Mit tatkräftiger Unterstützung des Auslandsbau-Verbands haben wir dort Firmen besucht, viele Gespräche geführt und letztendlich in Sierra Leone die größte lokale Baufirma als Partner für Aktivitäten gewinnen können“, schildert Geschäftsführer Kaufmann die Anfänge der aktuellen Projekte. Er bestätigt, dass es eine der zentralen Aufgaben für ein ausländisches Unternehmen, das in Afrika aktiv werden will, ist, dort seriöse Partner zu identifizieren. „Nur so sind die Herausforderungen zu lösen. Ich denke vor allem an die Materialbeschaffung, die Importverzollung oder die Einstellung von lokalem Personal.“ Nach der Gründung einer gemeinsamen Firma ging man an die Projektakquise. Sie hat inzwischen einen ersten großen Auftrag im Bereich Hochbau gebracht: die Renovierung eines von zwei Verwaltungsgebäuden der Zentralbank in der Hauptstadt Freetown. Es geht dabei um die Entkernung und Renovierung eines elfgeschossigen Bürotrakts sowie um die Erneuerung der Fassade für etwa 6,5 Millionen US-Dollar. Kaufmanns Zwischenfazit: „Ohne den Auslandsbau-Verband, der uns mit seinem Know-how und seinen Netzwerken beim Markteintritt schnell und zielgerichtet vorangebracht hat, wären wir noch längst nicht so weit.“

Neben der Kooperation mit lokalen Partnern legt der DABV großen Wert auf die Identifikation international sicher finanzierter Projekte. Nur so könne das nicht zu leugnende Risiko des Auslandsengagements für die deutschen Mittelständler überschaubar gehalten werden, unterstreicht DABV-Vorsitzender Ingo Reifgerste.

Foto: Die DABV-Vertreter Ingo Reifgerste, Matthias Kaufmann und Heinz G. Rittmann (v.l.) beim Treffen mit Entwicklungsminister Gerd Müller (r.) und der CDU-MdB Sylvia Pantel (2.v.r.). (Foto: Harald Siebert) 



15 Mittelständler knüpften in Kenia erste Geschäftskontakte

 

Das erste vorläufige Fazit von Elias van Straaten, Mitarbeiter der Deutschen Außenhandelskammer in Kenia, nach der Unternehmerreise vor allem für Betriebe aus dem Straßen- und Tiefbau nach Nairobi klingt vielversprechend: „Die Rückmeldungen seitens der kenianischen Partner und Unternehmen waren durchweg positiv und auch von der deutschen Delegation gibt es bereits erste intensive Kontakte zur hiesigen Privatwirtschaft.“ Die einwöchige Reise war vom Deutschen Auslandsbau-Verband (DABV) als Teil der Baugewerblichen Verbände organisiert und vom Bund im Rahmen von dessen Markterschließungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen gefördert worden. 15 mittelständische Unternehmer aus ganz Deutschland nutzten sie, um Kontakte zu knüpfen und ihre Marktchancen auszuloten.

 

Kenia ist die führende Wirtschaftsmacht in Ostafrika. Ein stabiles Wachstum hat es zur leistungsfähigsten Volkswirtschaft in der Region werden lassen. Heinz G. Rittmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DABV: „Der Bedarf an Wohnraum steigt rapide. Das hat zu einem Bau-Boom geführt. Er erstreckt sich auch auf den Infrastrukturbereich wie die Wasserver- und die Abwasserentsorgung sowie den Straßenbau. Das eröffnet sehr interessante Marktchancen für deutsche Unternehmen aus dem Bausektor.“

Der DABV ist schon seit mehreren Jahren in Ostafrika aktiv und hat dort gute Kontakte, um deutschen Bauunternehmen den Markteintritt zu erleichtern. „Diese Erfahrungen haben wir in das Konzept für die Erkundungsreise einfließen lassen“, erklärte Heinz Rittmann. Sie deckte die Felder Straßen- und Tiefbau und Infrastrukturentwicklung ebenso ab wie den Hochbau. Dort ging es vordringlich um Wohnungen, Industriebauten, Hotels, Einkaufszentren oder Schulen. Unter anderem wurde die Baustelle für die Garden City Mall besichtigt, demnächst Ostafrikas größtes Einkaufszentrum mit einer Fläche von 33.000 Quadratmetern und einem Investitionsvolumen von 250 Millionen US-Dollar. Hinzu kam eine Visite beim wichtigen Kisumu-Kakamega-Straßenprojekt, einer Verbindung der beiden Städte mit der Hauptverkehrsader von Nairobi nach Kampala sowie der Straße Richtung Süd-Sudan. Das deutsche Unternehmen H.P. Gauff Ingenieure -JBG- ist mit der Bauüberwachung beauftragt und erläuterte den Gästen aus Deutschland die Arbeiten.

Das Programm bot außerdem Kontakte zu Entscheidungsträgern sowie einen Empfang in der Residenz der designierten deutschen Botschafterin, Jutta Frasch. Dieser Termin gehörte zu den ersten offiziellen Amtshandlungen der Diplomatin, die im Laufe des Septembers erst ihren Dienst in Kenia angetreten hatte. Dazu gab es für die Teilnehmer Marktinformationen aus „erster Hand“, darunter von Philip Nyabanda, dem Technischen Direktor der Partnerorganisation des DABV, der Kenya Federation of Master Builders, und von Vertretern der deutschen Förderinstitutionen Germany Trade and Invest und Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, sowie von der AHK. Besucht wurden das Büro von Kenya Vision 2030, einer Organisation, mit dem die Regierung das Ziel verfolgt, bis 2030 international als Land mit mittlerem Durchschnittseinkommen bewertet zu werden, und die Kenya Association of Manufacturers, der Vereinigung der herstellenden Unternehmen in dem ostafrikanischen Staat.  

Ergänzend erhielten die deutschen Unternehmer eine branchenspezifische Zielmarktanalyse, Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, Hinweise für die Anbahnung von Joint Ventures und Beratungen zur Markteintrittsstrategie. Im Anschluss werden sie zudem Unterstützung bei der Nachbearbeitung der Kontakte bekommen.

 

 

 

 




Internet-Plattform weist auf Geldgeber hin

Suchen Sie seriöse Geldgeber, um Projekte im östlichen und südlichen Afrika umzusetzen? Das Internetportal
www.afp-africa.com bietet eine Datenbank über mehr als 500 Institutionen, die als Financiers auftreten könnten. AFP steht dementsprechend für Acces to Finance Portal. Die Plattform soll Unternehmen helfen, Kreditinstitute, Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder zum Beispiel Versicherungen zu finden, die Kapital zur Verfügung stellen wollen. Das Internetportal wird betrieben von der Regional Investment Agency der Wirtschaftsorganisation Comesa, die einen gemeinsamen Markt innerhalb der 19 Staaten zwischen Ägypten im Norden und Zimbabwe und Madagaskar im Süden Afrikas schaffen will. Wer die unabhängige Plattform nutzen will, muss sich registrieren. Zu den Services zählt auch, dass man Unterstützung bei der Projektdarstellung erhält.

 
DEUTSCHER AUSLANDSBAU-VERBAND e.V. 
Graf-Recke-Straße 43 
40239 Düsseldorf 
Germany 
 0049.211.91429-14 
 0049.211.91429-31 
h.rittmann@auslandsbau-verband.com 
 
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