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In Ruanda und Äthiopien Chancen ausloten


Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen des Bundeswirtschaftsministeriums organisiert die AHK Services Eastern Africa, die Dienstleistungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft in Kenia, vom 25. bis 29. März 2019 in Zusammenarbeit mit den Baugewerblichen Verbänden eine Geschäftsanbahnungsreise nach Äthiopien und Ruanda. Sie richtet sich ausdrücklich an kleine und mittelständische Baubetriebe. 2015 hatten 17 solcher Unternehmen an einer entsprechenden Reise nach Kenia teilgenommen. Sie beschäftigten zwischen einem Mitarbeiter und 500 Mitarbeitern und beschrieben die damalige Reise als erfolgreich. Neben den fachlichen Aspekten kam übrigens auch der gesellige Teil nicht zu kurz. 2019 sind nun die Bemühungen auf Ruanda und Äthiopien gerichtet.

Geschäftschancen ergeben sich dort für deutsche Unternehmen gerade auch im Bereich der Bauwirtschaft, einem zunehmend wichtigen und besonders dynamisch wachsenden Markt in der Region. Die Infrastrukturentwicklung, insbesondere die Verkehrsvernetzung und Energieversorgung, ist einer der zentralen Punkte der Regierungen.

Das fünftägige Programm der Geschäftsanbahnungsreise umfasst Präsentationsveranstaltungen, Briefings, individuelle Unternehmens- und Behördenbesuche sowie Netzwerkveranstaltungen. So erhalten die Teilnehmer während der Briefings durch deutsche Institutionen vor Ort branchen- und themenspezifische Informationen aus erster Hand zu den Märkten hinsichtlich politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, Wirtschaftsinformationen sowie künftiger Marktentwicklungen und kulturspezifischer Besonderheiten. Zudem werden im Vorfeld abgestimmte, individuelle Gesprächstermine mit potenziellen Kunden und Partnern vor Ort koordiniert und begleitet. Zur Vorbereitung der Reise werden den Teilnehmern eine detaillierte Zielmarktanalyse und individuelle Kompaktinformationen zum Zielmarkt bereitgestellt.

 1 - Scan0055.pdf



Milliarden-Fonds für den Mittelstand


Mit einem Fonds, der mit einer Milliarde Euro ausgestattet ist, will die Bundesregierung den Mittelstand dabei unterstützen, Investitionen in Afrika vorzunehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte dies nun als Weg zu "einer guten und gewinnbringenden Partnerschaft" an. Kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland seien noch zu zögerlich bei einem Engagement auf dem südlichen Kontinent. Neben dem Investitionsfonds plant Berlin, Risiken wie politische Instabilität oder schlechte Zahlungsmoral besser abzufedern. Zudem sollen die sogenannten Reformpartnerschaften über die bislang drei afrikanischen Länder hinaus unter anderem auch auf Äthiopien erweitert werden.
 



Geschäftsanbahnung auf den Philippinen


Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und in Zusammenarbeit mit der Außenhandelskammer Philippinen werden mittelständische Fachunternehmen zu einer Delegationsreise zur Geschäftsanbahnung in den Bereichen Infrastruktur und Mobilität auf die Philippinen eingeladen. Sie geht vom 18. bis zum 22. Februar 2019 nach Manila. Rund 90 Prozent der Dienstleistungskosten übernimmt das Ministerium. Der Teilnahmebetrag pro Unternehmen liegt damit je nach Größe zwischen 500 und 1.000 Euro netto (zuzüglich Reise- und Übernachtungskosten).
Ihre Vorteile sind unter anderem die gezielte Einführung zu aktuellen Marktchancen (durch Briefings vor Ort und eine für die Reise erstellte Marktstudie) sowie individuell organisierte Geschäftstreffen (Kaltakquise), die Präsentation der Produkte und Dienstleistungen vor einem Fachpublikum aus Wirtschaft, Politik und Brancheninstitutionen, die Besichtigung von Unternehmen und themenspezifischen Anlagen vor Ort mit ausgeprägten Networking-Gelegenheiten, ein englisches, auf den lokalen Markt zugeschnittenes Firmenprofil und die Präsentation der Unternehmen auf der Plattform german-tech.org sowie die Rundum-Betreuung (professionelle Vor- und Nachbereitung der Reise sowie durchgehend deutschsprachige Reisebegleitung vor Ort durch das qualifizierte lokale Personal der AHK Philippinen).

 1 - GAB-Philippinen_2019-Infrastruktur-Infosheet.pdf



Entwicklungshilfe in der Diskussion


Die Wirksamkeit staatlicher Entwicklungsgelder bleibt umstritten. Einerseits hat die Europäische Union angekündigt, Afrika als ihren Schwerpunkt anzusehen und deswegen "strategische Investitionen" möglich zu machen, von denen solche in die Infrastruktur 24 Millionen Afrikanern helfen sollen und durch die mehr als drei Millionen Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen entstehen sollen. Auf der anderen Seite hat die Initiative "Bonner Aufruf" ihre Forderung erneuert, die staatliche Entwicklungszusammenarbeit insbesondere mit dem südlichen Nachbarkontinent solle gestoppt werden. Der Zusammenschluss von Wissenschaftlern und ehemaligen Aktiven in der Entwicklunsgspolitik sagt, ansonsten würden die Würde und Eigenverantwortung der Menschen missachtet. Stattdessen solle es "eine wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Grundlage beiderseitiger Interessen" geben. Die Afrikaner müssten zunächst ihre staatlichen Strukturen "fit machen - und das können sie auch". Danach kämen die Investitionen von selbst. Lediglich die Tätigkeit von Nichtregierungsorganisationen darf laut "Bonner Aufruf" fortgesetzt werden.




Thema: Barrierefreier Tourismus in Griechenland


Das Bundeswirtschaftsministerium fördert eine Geschäftsanbahnungsreise nach Griechenland, bei der es zwischen dem 3. und dem 6. Dezember um das Thema "Barrierefreier Tourismus: Senioren- und behindertengerechte Ausbaumaßnahmen" geht. Die Reise wird vom Deutschen Auslandsbau-Verband und von den Baugewerblichen Verbänden unterstützt. Zu den Angeboten gehören individuelle Geschäftstreffen nach den Vorstellungen der deutschen Teilnehmer, eine umfangreiche Marktstudie und Informationen aus erster Hand, eine fachlich-technische Präsentationsveranstaltung zur Vorstellung der Betriebe und ihrer Produkte vor einschlägigem Fachpublikum aus Wirtschaft, Politik und Brancheninstitutionen, die Besichtigungen von Unternehmen und themenspezifischen Anlagen sowie die Online-Präsenz mit einem mehrsprachigen Company-Profil auf der Plattform german-tech.org als effizientes Web-Marketing-Instrument. Durch die Fördermittel des Ministeriums liegt der Teilnahmebetrag für das Projekt, je nach Größe des Unternehmens, lediglich zwischen 500 und 1.000 Euro (zzgl. Reise- und Übernachtungskosten). Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Unternehmen begrenzt.

 1 - Scan0044.pdf



Müller fordert mehr Engagement in Afrika 


Entwicklungsminister Müller hat erneut an die deutsche Wirtschaft appelliert, sich stärker in Afrika zu engagieren. "Bislang sind vor allem chinesische, türkische und russische Unternehmen aktiv. China ist mit 40 Milliarden Dollar der größte Investor auf dem Kontinent", sagte der CSU-Politiker in einem Interview der "Welt. Er würde sich "wünschen, dass sich deutsche und europäische Unternehmen im gleichen Umfang engagieren." "Made in Germany" habe in Afrika einen guten Ruf. Bislang seien jedoch nur 1000 von 3,5 Millionen deutschen Unternehmen auf dem Nachbarkontinent vertreten. "Ich habe aber den Eindruck, dass da ein Umdenken begonnen hat. Um die Investitionsbedingungen insbesondere für die Mittelständler zu verbessern, will ich mit dem Wirtschafts- und dem Finanzminister ein Entwicklungsinvestitionsgesetz auf den Weg bringen", kündigte Müller an. Insgesamt sehe er Afrika "auf dem Weg nach vorne".
Das Interview lesen Sie unter https://www.welt.de/politik/deutschland/article180719506/Entwicklungsminister-Mueller-Afrikas-Jugend-wird-sich-nicht-auf-die-Flucht-begeben.html





Erleichterung für Exporte nach Afrika


Die Bundesregierung hat die Absicherungsmöglichkeiten für Exporte nach Afrika ausgeweitet und erleichtert die Finanzierung kleinvolumiger Exportgeschäfte des Mittelstands weltweit. Ab sofort wird der Selbstbehalt des Exporteurs oder der finanzierenden Bank bei eventuellen Schadensfällen in denjenigen Ländern abgesenkt, die im Rahmen der G20-Initiative „Compact with Africa“ die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessert haben. Das betrifft die Côte d’Ivoire und Senegal sowie – mit gewissen Einschränkungen – Äthiopien, Ghana und Ruanda. Geplant ist, diese Verbesserung schrittweise auch auf andere afrikanische Länder auszuweiten, soweit es die jeweiligen Reformfortschritte zulassen. Um bei kleinvolumigen Exportgeschäften („small tickets“) durch Banken die Finanzierungskosten zu senken, wurde mit einem Bündel von Maßnahmen das bestehende Instrumentarium verbessert. Als wesentlicher erster Schritt steht seit 1. Juli das Kernstück der Hermesdeckungen, die Lieferantenkreditdeckung, in einer vereinfachten, standardisierten und digitalen Version zur Verfügung. Geschäfte mit Auftragswerten bis zu fünf Millionen Euro und Kreditlaufzeiten bis zu fünf Jahren können damit voll digital beantragt werden. Exporteure können dabei sofort sehen, ob ein Geschäft grundsätzlich deckungsfähig ist und welche Prämie anfällt. Die Bearbeitungszeiten werden radikal reduziert. Die Antragsgebühr wird in einer Testphase von einem Jahr komplett entfallen. Weitere Verbesserungen befinden sich in Planung oder sind bereits umgesetzt worden. Weiterführende Informationen zu den Produktneuerungen finden Sie unter www.agaportal.de.




Bau- und Planungsexperten aus Äthiopien auf Erkundungstour

Gut eineinhalb Wochen nahm sich eine siebenköpfige Delegation von äthiopischen Bau- und Planungsfachleuten Zeit, um sich in NRW und in Berlin über den Bausektor in Deutschland zu informieren. Unterstützt wurde die Gruppe unter Leitung des Staatssekretärs im Ministerium für Bauordnung in Addis Abeba von den Baugewerblichen Verbänden und dem Auslandsbau-Verband. Sie vertieften damit erneut ihre schon mehrere Jahre bestehende Zusammenarbeit mit dem ostafrikanischen Entwicklungsland. Vor allem ging es um die Praxis und den technischen Entwicklungsstand in unserer Bauwirtschaft, um die Ausbildung und deren Finanzierung und um die Möglichkeiten der Kooperation mit offiziellen Stellen und den Unternehmen hier. Betriebsbesichtigungen gab es bei den Firmen Heinrich Weber in Siegen und Friemuth in Paderborn. Die Gäste waren davon ebenso beeindruckt wie von den weiteren Besuchsstationen: Neben dem Baugewerbehaus (auch mit einer Vorstellung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ), die Universität Wuppertal (Lehrstuhl Professor Helmus und als Gast der Leipziger Professor Arnis Vilks), das NRW-Wirtschaftsministerium, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe mit ihrer Stiftung Bildung & Handwerk und dem Technologie- und Berufsbildungszentrum, die Stadt Siegen mit Erläuterungen der Wasserversorgung und der Abfallentsorgung, das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau in Kreuztal und die Bildungszentren des Baugewerbes in Krefeld und die Architektenkammer NRW. In Berlin waren der ZDB, die ZertBau und die SokaBau, der ZDH, das Architekturbüro Seiler, die Bundesarchitektenkammer sowie das Verkehrsministerium (mit Staatssekretär Steffen Bilger; im Foto) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung Gastgeber für die äthiopische Delegation. 




Die Bouwbeurs lädt ein


Anfang Februar 2019 wird es auf der Bouwbeurs in Utrecht wieder einen nordrhein-westfälischen Gemeinschaftsstand geben für Unternehmen, die im niederländischen Bausektor aktiv(er) werden wollen. Die größte Baufachmesse im Nachbarland füllt immerhin sechs Hallen und zieht etwa 70.000 Besucher an. Die Niederlande verzeichnen derzeit eine sehr starke Baukonjunktur, daher stehen die Chancen für deutsche Fachfirmen gut. Wer bei dem geförderten Gemeinschaftsstand mitmachen möchte, wende sich an Marie-Theres Sobik bei der Handwerkskammer Düsseldorf, Tel.: 0208/ 8205558.  



Afrika-Forum: Bau-Mittelständler sehen gute Chancen


Der Ausbau der Infrastruktur ist auch in Afrika ein großes Thema – und deutsche Unterstützung dabei sehr erwünscht. Das fünfte Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum in Dortmund ließ daran keinen Zweifel. Mittelständische Bauunternehmen, die sich in diesem Bereich mit Unterstützung der Baugewerblichen Verbände und des Deutschen Auslandsbau-Verbandes – zwei Partner des Forums - engagiert haben, betonten andererseits, dass Firmen wie sie erhebliche Unterstützung vom Staat, den Banken und anderen Institutionen nötig haben. Desungeachtet gebe es „interessante Geschäftsmöglichkeiten“ auf diesem Kontinent auch für kleine und mittlere Betriebe.

Es gehe bei den Kontakten mit Europa eindeutig weniger um Wohltätigkeit als um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, hatte zum Auftakt des Forums der Staatspräsident von Ghana, Nana Akufo-Addo, unterstrichen. „Afrika ist nicht arm“, sagte er. Es müsse aber aus der Rolle des Rohstofflieferanten herauskommen und mehr eigene Industrien aufbauen, am besten mit mittelständischen Strukturen, Denk- und Arbeitsweisen. „Nutzen Sie Ihre Vorteile jetzt und werden Sie bei uns aktiv“, rief Akufo-Addo seine deutschen Zuhörer auf. Als eigene Anstrengung habe Afrika für stabile politische und wirtschaftliche Strukturen zu sorgen und die Korruption zu bekämpfen. „Eine neue Generation von Führern ist dabei, Demokratie, Menschenrechte, eine gute Regierungsführung und Würde als ihre Leitlinien zu nehmen.“

Ähnliche Fortschritte machte auch Sabine Dall`Omo, für die Siemens-Geschäfte im südlichen und östlichen Afrika verantwortlich, aus. Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass deutsche Unternehmen „die besten Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit haben, die Afrika voranbringt“. Auch der Beauftragte der Bundesregierung für Afrika, Günter Nooke, verwies auf die großen Chancen. Man dürfe jedoch nicht mit einer romantischen Brille über die Probleme hinwegsehen. Nicht zuletzt komme der Kontinent „noch zu langsam voran, um mit dem Bevölkerungswachstum auch nur Schritt zu halten“. Nooke gehört zu den zahlreichen Forumsteilnehmern, die sehr auf den Mittelstand setzen – sowohl, was deutsches Engagement betrifft, als auch was die eigenen Aktivitäten der Afrikaner anbelangt.

Vor dem Hintergrund, dass auf unserem Nachbarerdteil die Verstädterung am schnellsten unter allen Kontinenten fortschreitet und damit die Infrastrukturdefizite bei Verkehrswegen, der Ver- und Entsorgung und bei öffentlichen Einrichtungen von Schulen bis zu Kliniken immer größer werden, widmete sich eine Diskussionsrunde während des Forums eigens der Bauwirtschaft und dem Infrastrukturausbau. Aktuell gebe es eine immense Zahl von Projekten, um die zu bewerben sich durchaus lohne, war der Tenor. Man dürfe dabei indes die deutlich unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht außer Acht lassen. Zudem empfehle es sich, lokale Partner einzubeziehen. Sie kennen die jeweiligen Gepflogenheiten und Abläufe im Geschäftsleben. Die Unternehmer Eckhard Vetter und Johannes Trippe bekannten freimütig, bei ihrem ersten Afrika-Projekt diese Unterschiede wohl unterschätzt zu haben. Dass sie „Lehrgeld bezahlen“ mussten, hat allerdings nicht zur Konsequenz, dass sie nun ausländische Aufträge gänzlich ablehnen würden. Grundlegend sei, dass der jeweilige Betrieb unternehmerisch und finanziell stark genug sei, genügend zeitliche und personelle Ressourcen habe und mit Sorgfalt das Vorhaben und das „Zielland“ auswähle. Heinz Rittmann, der Geschäftsführer des Auslandsbau-Verbands, kritisierte, dass die einzelnen Projekte „immer größer werden. Das benachteiligt trotz aller politischen Zusagen den Mittelstand.“ Er und Vetter plädierten dafür, bei den Ausschreibungen mehr die Nachhaltigkeit im Auge zu haben: „Wenn wir gleichzeitig Menschen ausbilden und die Grundlage für den späteren Betrieb und die Unterhaltung etwa der Anlagen legen, muss dies zu unseren Gunsten in die Waagschale gelegt werden.“ Laut Rittmann verlangen internationale Geldgeber wie die deutsche KfW Bank zwar zunehmend solche Leistungen, aber diese Regeln „werden leider nicht durchgängig angewandt“.

Das Foto zeigt (v.l.) die Workshop-Teilnehmer Johannes Trippe, Karsten Galipp (Ingenieurbüro Inros Lackner), Ingo Reifgerste (Vorsitzender des DABV), Eckhard Vetter und Heinz Rittmann (DABV). 




Frankreich und Schweiz: Neue Hürden für Handwerker


Zwei unserer Nachbarländer haben zum Jahresanfang neue Regelungen in Kraft treten lassen, die von ausländischen Unternehmen, die dort Arbeiten erledigen wollen, wohl nicht zu Unrecht als Hürden empfunden werden:  In Frankreich muss seit dem 1. Januar für jeden dorthin entsandten Arbeitnehmer jedes Mal eine Gebühr von 40 Euro gezahlt werden. Und in der Schweiz müssen deutsche Unternehmen, die dort Dienstleistungen ausführen, eine Schweizer Umsatzsteuernummer beantragen, sofern sie einen Auslandsumsatz von mehr als 100.000 Franken, also etwa 86.000 Euro haben. Die Barrieren widersprechen dem Binnenmarkt nicht, weil sie den Spielraum von europäischen Richtlinien zu Gunsten der heimischen Wirtschaft ausnutzen. Vor allem der bürokratische Aufwand hält nämlich viele ausländische Unternehmen davon ab, in dem betreffenden Land aktiv zu werden.
So verlangt Frankreich bereits seit zwei Jahren ein elektronisches Anmeldeverfahren, das nur in Französisch erledigt werden kann, sowie die Benennung eines Vertreters vor Ort und umfassende Dokumentationspflichten. Baubetriebe wiederum müssen seit März 2017 bei jedem Auftrag in Frankreich erneut für jeden Mitarbeiter die kostenpflichtige "Carte d’identification professionelle BTP" beantragen und sie bei Kontrollen vorlegen. Die Anmeldeprozedur dauert mehrere Tage, was vor allem bei kurzfristigen Aufträgen Probleme bereitet.

Parallel zur Pflicht zur Umsatzsteuernummer hat die Schweiz den Steuersatz von acht auf 7,7 Prozent gesenkt. Dies gilt jedoch nur für reine Warenlieferungen. Experten warnen daher: "Schon der kleinste Handgriff macht aus der Warenlieferung eine Montage." Zudem müssen deutsche Handwerksbetriebe zur Absicherung der Mehrwertsteuereinnahmen eine Bareinlage tätigen oder die Bürgschaft einer Schweizer Bank vorweisen.




Auf Fortbildung bei den BGV

Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverbände Äthiopiens, Kenias und Ugandas sind derzeit auf einer Fortbildung in Deutschland. Die Baugewerblichen Verbände arbeiten seit mehreren Jahren mit ihnen in einem Projekt zusammen, in dem es um die Stärkung der Organisationen und ihrer Services für die Mitglieder geht. Nach einem Auftakt in Brüssel werden die Ostafrikaner jetzt in die Arbeitsweise der BGV eingeführt. Weitere Stationen sind die Bildungszentren des Baugewerbes in Krefeld, die Handwerkskammer Düsseldorf sowie in der kommenden Woche die Organisationen Sequa und GIZ in Bonn und der Obermeistertag und der Bauwirtschaftstag beim Zentralverband des Baugewerbes in Berlin.

 






ZDH und GIZ verlängern Zusammenarbei
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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen weiter und noch intensiver zusammenarbeiten. Deswegen haben sie ihre Kooperationsvereinbarung bis Ende 2020 verlängert. Gemeinsames Ziel ist, Expertise und Aktivitäten des deutschen Handwerks für die Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit zu nutzen. Der gemeinsame Grundsatz: Besondere Stärken von ZDH und GIZ sollen sich ergänzen. Dies gelte insbersondere im Bereich der beruflichen Qualifizierung und Fortbildung in Entwicklungs- und Schwellenländern. Schwerpunkte sollen hier die Reintegration von Flüchtlingen in den Anrainerstaaten Syriens und der Aufbau von Beschäftigung in Afrika sein.

Der ZDH und seine Mitglieder verfügen über umfangreiches Know-how in der beruflichen Bildung und ein großes Netzwerk von Experten. Diese Fachressourcen könnten, wo sinnvoll und möglich, vermehrt im Rahmen der Vorbereitung, Prüfung und Durchführung von Maßnahmen der GIZ herangezogen werden, heißt es in der Kooperationsvereinbarung.


Foto: ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner unterzeichneten die Vereinbarung. (Foto: ZDH)




Vademecum für erfolgreiche Joint Ventures

Erst eine gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht und beschleunigt die Entwicklung der Staaten in der Dritten Welt. Joint Ventures zwischen einheimischen und ausländischen mittelständischen Fachunternehmen wiederum unterstützen den Ausbau und die Pflege der Infrastruktur erheblich. Welche Bedingungen vorhanden sein müssen, um das Risiko kleinzuhalten, dass derartige Joint Ventures zwischen afrikanischen und europäischen Anbietern scheitern, war Thema eines Projekts, an dem der Deutsche Auslandsbau-Verband mitgewirkt hat. Untersuchungsgebiet waren Guinea, Sierra Leone und Liberia. Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie im Anhang.

 Enterprise_Guide_EN.PDF



Politischer Flankenschutz für deutsche Anbieter


Mit einer "Geschäftsstelle Strategische Auslandsgeschäfte" will die Bundesregierung Unternehmen bei ihren Aktivitäten jenseits der Grenzen beistehen. Angesiedelt ist die Geschäftsstelle im Bundeswirtschaftsministerium. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass bei Projekten deutsche Anbieter zunehmend mit Wettbewerbsnachteilen zu kämpfen haben gegenüber Mitbewerbern, die mit politischer Unterstützung auftreten und so unter anderem umfassende Finanzierungsangebote machen können. Deutsche Firmen sollen nun stärker politischen Flankenschutz bekommen, die Finanzierungsinstrumente sollen für sie ausgeweitet werden und Exportfinanzierungsregeln sollen international weiterentwickelt werden. Damit will Berlin insgesamt eine noch günstigere Außenwirtschaftsförderung als bisher gewährleisten. Die Geschäftsstelle werde eng gerade mit interessierten Mittelständlern und ihren Verbänden zusammenarbeiten, wurde zugesagt.




Mehr Hilfe an „Reformchampions"


Durch „Partnerschaften" mit einzelnen afrikanischen Staaten soll die Entwicklung dort besonders vorangebracht werden. Diesen Plan für eine „gemeinsame Zukunft" erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel afrikanischen Politikern und Wirtschaftsvertretern beim G20-Afrika-Gipfel der Bundesregierung. Mit der Veranstaltung wird der G20-Gipfel in einigen Wochen vorbereitet, auf dem Afrika ein wichtiger Tagesordnungspunkt sein soll. Im Blick sind im Moment die sogenannten „Reformchampions" Athiopien, Tunesien, Ghana, Elfenbeinküste, Marokko, Ruanda und Senegal. Im Rahmen der Partnerschaften mit ihnen sollen sie Entwicklungsziele benennen, für die sie dann langfristig internationale Unterstützung erhalten. Vor allem die Bereiche Industrialisierung und Ausbau der Infrastruktur stehen dabei im Fokus. Deutsche Unternehmen sollen sich für ihre Invesitionen dort beim Staat über Hermes-Bürgschaften leichter gegen Risiken absichern können. Parallel zu der Konferenz wurde bekannt, dass das Wirtschaftswachstum auf dem Kontinent sich beschleunigen soll - von 2,2 Prozent im vergangenen Jahr (dabei in Ostafrika plus 5,3 Prozent) auf 4,3 Prozent in 2018. 
 



A1-Bescheinigungen für GB nur noch bis Ende März 2019


Der angekündigte Austritt Großbritanniens aus der EU hat auch Auswirkungen auf Arbeitnehmer, die von ihrem Betrieb nach dort entsendet werden. Die dafür üblichen A1-Beschinigungen werden laut Auskunft des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen ab sofort nicht mehr für Zeiträume ausgestellt, die über den 29. März 2019, das vermutliche Brexit-Datum, hinausgehen. Welche Regelungen dann gelten, ist noch unklar.
 



Lupp-Auftrag in Sierra Leone in Deutsche-Welle-Beitrag


In einem kurzen Filmbeitrag hat sich die Deutsche Welle mit dem „Chancenkontinent" Afrika und dem Engagement der deutschen Wirtschaft auf dem Kontinent beschäftigt. Mit erwähnt wird dabei das Bauunternehmen Lupp, das mit Unterstützung des Auslandbau-Verbands die Nationalbank in Sierra Leone saniert. Den Film sehen Sie unter 
https://www.youtube.com/watch?v=uvUbBLQVlmE , die Lupp-Sequenz beginnt etwa bei 1:30  Minuten. 




Äthiopischer Partnerverband dankt BGV für Zusammenarbeit


Mit einer Ehrenurkunde hat der äthiopische Bauverband Construction Contractors Association of Ethiopia (CCAE) den Baugewerblichen Verbänden (BGV) für die langjährige und enge Zusammenarbeit gedankt. Die Urkunde wurde vom Präsidium der CCAE im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Vereinigung an BGV-Hauptgeschäftsführer Lutz Pollmann übergeben. Man sei sehr stolz auf diese erfolgreicher Partnerschaft, freuten sich beide Seiten.

„Wir haben zusammen immens viel erreicht“, meinte Poll-mann. Die CCAE sei „ein kompetenter und leistungsstarker Repräsentant der äthiopischen Bauwirtschaft. Sie bietet ihren Mitgliedern vielfältige und eminent wichtige Serviceleistungen und vertritt ihre Interessen gegenüber den anderen Wirtschaftsbereichen und gegenüber der Politik sehr intensiv“. Das gelte im Übrigen vergleichbar für die beiden anderen Partner in einem seit 2012 vom Bund geförderten Projekt, die kenianische Federation of Master Builders (KFMB) und die National Association of Building and Civil Engineering Contractors (UNABCEC) aus Uganda. Pollmann dankte für die Auszeichnung deswegen „nicht nur als Anerkennung für das bisher Geleistete, sondern zugleich als Ansporn, weiterzumachen und unsere Organisationen und deren Mitgliedsbetriebe weiter voranzubringen. Wir von den BGV sind dazu bereit.“

Die BGV sind schon seit langem in internationalen Kooperationen aktiv. Bei Entwicklungspartnerschaften wie der mit den ostafrikanischen Verbänden stehen zwei grundsätzliche Ziele im Vordergrund: Zum einen wolle man als Organisation den Partnern „Hilfen zur Selbsthilfe“ anbieten, ihnen also auf eigenen Erfahrungen basierende Anstöße geben und sie noch fitter machen für das, was sie selbst wollen und was ihre Mitglieder von ihnen erwarten. Konkret geht es unter dem Schlagwort Stärkung der Verbände und ihres Dienstleistungsangebots für die Mitglieder um Management-Trainings für die Verbände, um effiziente innerverbandliche Strukturen und Prozesse, um das Thema Interessenvertretung und Lobbyarbeit sowie um die Schulung der lokalen Baufirmen. Zum zweiten wolle man den eigenen Mitgliedsbetrieben, soweit sie an Auslandskontakten interessiert sind, den Weg dazu bahnen. Es solle ihnen der Einstieg in die jeweiligen Märkte erleichtert und die Risiken, die damit verbunden sind, sollten minimieret werden. Dabei drängen die BGV bei Joint Ventures zwischen ostafrikanischen und deutschen Mittelständlern im Bausektor auf längerfristige Geschäftsbeziehungen, in denen beide Partner lernen und besser werden. Ganz bewusst lehnten die BGV es ab, im kommerziellen Bereich nur das schnelle Geld zu machen, die schnelle Gewinnmaximierung anzustreben. Das wäre dann keine Geschäftsbeziehung „auf gleicher Augenhöhe“.

 






Entwicklungsminister Müller lobt Afrika-Engagement des DABV


Wie kann man die entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen verbessern und mehr mittelständische Unternehmen einbeziehen? Anregungen für diese Frage haben Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und die Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel bei einem Fachgespräch gesucht. Mit dabei waren als Vertreter der Baugewerblichen Verbände (BGV) und des Deutschen Auslandsbau-Verbands Heinz G. Rittmann und Ingo Reifgerste sowie der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Lupp aus dem hessischen Nidda, Matthias Kaufmann. Sie führt gerade ein größeres Bauprojekt in Sierra Leone durch - zum wiederholten Mal unterstützt vom Auslandsbau-Verband. Müllers Lob: „Sie sind genau am richtigen Punkt aktiv!"

Der Minister, der noch in der vergangenen Woche in Ostafrika gewesen war, wollte bei dem Treffen mit in der Entwicklungszusammenarbeit engagierten Vertretern der Wirtschaft und von Privatorganisationen über deren „Erfahrungen und ihre Wünsche“ diskutieren. Von der Veranstaltung werde er „viel an Praxis mitnehmen“, meinte er. Mit Pantel stimmte Müller überein, es gehe um eine globale Verantwortung, aktuell aber auch immer wieder darum, Gründe für eine Flucht nach Europa zu mindern. An mehreren Beispielen verwies er auf das Bevölkerungswachstum in Afrika. „Diese vielen Millionen Menschen brauchen Wohnungen, Bildung, medizinische Versorgung, Infrastruktur. Bei alldem müssen wir, die auf der Sonnenseite leben, Unterstützung leisten.“

Rittmann und Reifgerste erläuterten die Arbeit der BGV und speziell des Auslandsbau-Verbands. Fachwissen, Erfahrung und Kontakte sind deren wichtigstes „Kapital“, um das Auslandsengagement deutscher Bauunternehmen zu befördern. Seit zehn Jahren ist der DABV bundesweit aktiv. Den Schwerpunkt bildet Afrika südlich der Sahara. Dass der Verband dort zugleich Entwicklungsimpulse setzt, beschreibt der geschäftsführende Vorstand Rittmann so: „Die lokalen Unternehmen, mit denen sich unsere Firmen zusammentun, und ihre Mitarbeiter profitieren vom Know-how-Transfer im betriebswirtschaftlichen ebenso wie im baupraktischen Bereich. Damit fahren wir ganz bewusst einen anderen Ansatz als Wettbewerber, die lediglich Aufträge an Land ziehen und sie mit Personal und Material aus dem Stammland abarbeiten.“

Afrika wird von vielen Entwicklungs-Experten als Kontinent mit großen Zukunftschancen beschrieben. Politik und Wirtschaft tun also gut daran, sich dort weiterhin zu engagieren. Ein Beispiel dafür und auch für die erfolgreiche Kooperation mit den BGV und dem DABV gibt die Unternehmensgruppe Lupp. Der Mittelständler hat in mehr als 30 Jahren Auslandserfahrung unter anderem Hotels, Shopping Malls, Straßen, Hafenanlagen, Brücken, Botschaften und Appartementkomplexe realisiert.

Auch in den westafrikanischen Staaten Sierra Leone und Liberia hat das Unternehmen jüngst Joint Ventures mit lokalen Partnern geschlossen. „Mit tatkräftiger Unterstützung des Auslandsbau-Verbands haben wir dort Firmen besucht, viele Gespräche geführt und letztendlich in Sierra Leone die größte lokale Baufirma als Partner für Aktivitäten gewinnen können“, schildert Geschäftsführer Kaufmann die Anfänge der aktuellen Projekte. Er bestätigt, dass es eine der zentralen Aufgaben für ein ausländisches Unternehmen, das in Afrika aktiv werden will, ist, dort seriöse Partner zu identifizieren. „Nur so sind die Herausforderungen zu lösen. Ich denke vor allem an die Materialbeschaffung, die Importverzollung oder die Einstellung von lokalem Personal.“ Nach der Gründung einer gemeinsamen Firma ging man an die Projektakquise. Sie hat inzwischen einen ersten großen Auftrag im Bereich Hochbau gebracht: die Renovierung eines von zwei Verwaltungsgebäuden der Zentralbank in der Hauptstadt Freetown. Es geht dabei um die Entkernung und Renovierung eines elfgeschossigen Bürotrakts sowie um die Erneuerung der Fassade für etwa 6,5 Millionen US-Dollar. Kaufmanns Zwischenfazit: „Ohne den Auslandsbau-Verband, der uns mit seinem Know-how und seinen Netzwerken beim Markteintritt schnell und zielgerichtet vorangebracht hat, wären wir noch längst nicht so weit.“

Neben der Kooperation mit lokalen Partnern legt der DABV großen Wert auf die Identifikation international sicher finanzierter Projekte. Nur so könne das nicht zu leugnende Risiko des Auslandsengagements für die deutschen Mittelständler überschaubar gehalten werden, unterstreicht DABV-Vorsitzender Ingo Reifgerste.

Foto: Die DABV-Vertreter Ingo Reifgerste, Matthias Kaufmann und Heinz G. Rittmann (v.l.) beim Treffen mit Entwicklungsminister Gerd Müller (r.) und der CDU-MdB Sylvia Pantel (2.v.r.). (Foto: Harald Siebert) 



15 Mittelständler knüpften in Kenia erste Geschäftskontakte

 

Das erste vorläufige Fazit von Elias van Straaten, Mitarbeiter der Deutschen Außenhandelskammer in Kenia, nach der Unternehmerreise vor allem für Betriebe aus dem Straßen- und Tiefbau nach Nairobi klingt vielversprechend: „Die Rückmeldungen seitens der kenianischen Partner und Unternehmen waren durchweg positiv und auch von der deutschen Delegation gibt es bereits erste intensive Kontakte zur hiesigen Privatwirtschaft.“ Die einwöchige Reise war vom Deutschen Auslandsbau-Verband (DABV) als Teil der Baugewerblichen Verbände organisiert und vom Bund im Rahmen von dessen Markterschließungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen gefördert worden. 15 mittelständische Unternehmer aus ganz Deutschland nutzten sie, um Kontakte zu knüpfen und ihre Marktchancen auszuloten.

 

Kenia ist die führende Wirtschaftsmacht in Ostafrika. Ein stabiles Wachstum hat es zur leistungsfähigsten Volkswirtschaft in der Region werden lassen. Heinz G. Rittmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DABV: „Der Bedarf an Wohnraum steigt rapide. Das hat zu einem Bau-Boom geführt. Er erstreckt sich auch auf den Infrastrukturbereich wie die Wasserver- und die Abwasserentsorgung sowie den Straßenbau. Das eröffnet sehr interessante Marktchancen für deutsche Unternehmen aus dem Bausektor.“

Der DABV ist schon seit mehreren Jahren in Ostafrika aktiv und hat dort gute Kontakte, um deutschen Bauunternehmen den Markteintritt zu erleichtern. „Diese Erfahrungen haben wir in das Konzept für die Erkundungsreise einfließen lassen“, erklärte Heinz Rittmann. Sie deckte die Felder Straßen- und Tiefbau und Infrastrukturentwicklung ebenso ab wie den Hochbau. Dort ging es vordringlich um Wohnungen, Industriebauten, Hotels, Einkaufszentren oder Schulen. Unter anderem wurde die Baustelle für die Garden City Mall besichtigt, demnächst Ostafrikas größtes Einkaufszentrum mit einer Fläche von 33.000 Quadratmetern und einem Investitionsvolumen von 250 Millionen US-Dollar. Hinzu kam eine Visite beim wichtigen Kisumu-Kakamega-Straßenprojekt, einer Verbindung der beiden Städte mit der Hauptverkehrsader von Nairobi nach Kampala sowie der Straße Richtung Süd-Sudan. Das deutsche Unternehmen H.P. Gauff Ingenieure -JBG- ist mit der Bauüberwachung beauftragt und erläuterte den Gästen aus Deutschland die Arbeiten.

Das Programm bot außerdem Kontakte zu Entscheidungsträgern sowie einen Empfang in der Residenz der designierten deutschen Botschafterin, Jutta Frasch. Dieser Termin gehörte zu den ersten offiziellen Amtshandlungen der Diplomatin, die im Laufe des Septembers erst ihren Dienst in Kenia angetreten hatte. Dazu gab es für die Teilnehmer Marktinformationen aus „erster Hand“, darunter von Philip Nyabanda, dem Technischen Direktor der Partnerorganisation des DABV, der Kenya Federation of Master Builders, und von Vertretern der deutschen Förderinstitutionen Germany Trade and Invest und Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, sowie von der AHK. Besucht wurden das Büro von Kenya Vision 2030, einer Organisation, mit dem die Regierung das Ziel verfolgt, bis 2030 international als Land mit mittlerem Durchschnittseinkommen bewertet zu werden, und die Kenya Association of Manufacturers, der Vereinigung der herstellenden Unternehmen in dem ostafrikanischen Staat.  

Ergänzend erhielten die deutschen Unternehmer eine branchenspezifische Zielmarktanalyse, Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, Hinweise für die Anbahnung von Joint Ventures und Beratungen zur Markteintrittsstrategie. Im Anschluss werden sie zudem Unterstützung bei der Nachbearbeitung der Kontakte bekommen.

 

 

 

 




Internet-Plattform weist auf Geldgeber hin

Suchen Sie seriöse Geldgeber, um Projekte im östlichen und südlichen Afrika umzusetzen? Das Internetportal
www.afp-africa.com bietet eine Datenbank über mehr als 500 Institutionen, die als Financiers auftreten könnten. AFP steht dementsprechend für Acces to Finance Portal. Die Plattform soll Unternehmen helfen, Kreditinstitute, Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder zum Beispiel Versicherungen zu finden, die Kapital zur Verfügung stellen wollen. Das Internetportal wird betrieben von der Regional Investment Agency der Wirtschaftsorganisation Comesa, die einen gemeinsamen Markt innerhalb der 19 Staaten zwischen Ägypten im Norden und Zimbabwe und Madagaskar im Süden Afrikas schaffen will. Wer die unabhängige Plattform nutzen will, muss sich registrieren. Zu den Services zählt auch, dass man Unterstützung bei der Projektdarstellung erhält.

 
DEUTSCHER AUSLANDSBAU-VERBAND e.V. 
Graf-Recke-Straße 43 
40239 Düsseldorf 
Germany 
 0049.211.91429-14 
 0049.211.91429-31 
h.rittmann@auslandsbau-verband.com 
 
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Entwicklungshilfe in der DiskussionDie Wirksamkeit staatlicher Entwicklungsgelder bleibt umstritten. Einerseits hat die Europäische Union angek&u ...
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Thema: Barrierefreier Tourismus in Griechenland Das Bundeswirtschaftsministerium fördert eine Geschäftsanbahnungsreise nach Griechenland, b ...
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Müller fordert mehr Engagement in Afrika  Entwicklungsminister Müller hat erneut an die deutsche Wirtschaft appelliert, sich stär ...
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Erleichterung für Exporte nach Afrika Die Bundesregierung hat die Absicherungsmöglichkeiten für Exporte nach Afrika ausgeweitet und er ...
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Bau- und Planungsexperten aus Äthiopien auf Erkundungstour Gut eineinhalb Wochen nahm sich eine siebenköpfige Delegation von äthiopi ...
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Die Bouwbeurs lädt einAnfang Februar 2019 wird es auf der Bouwbeurs in Utrecht wieder einen nordrhein-westfälischen Gemeinschaftsstand geben ...
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Afrika-Forum: Bau-Mittelständler sehen gute Chancen Der Ausbau der Infrastruktur ist auch in Afrika ein großes Thema – und deutsche ...
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Frankreich und Schweiz: Neue Hürden für HandwerkerZwei unserer Nachbarländer haben zum Jahresanfang neue Regelungen in Kraft treten las ...
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Auf Fortbildung bei den BGV Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverbände Äthiopiens, Kenias und Ugandas sind derzeit auf ei ...
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ZDH und GIZ verlängern Zusammenarbeit Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Z ...
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Vademecum für erfolgreiche Joint Ventures Erst eine gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht und beschleunigt die Entwicklung der Staaten ...
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Politischer Flankenschutz für deutsche AnbieterMit einer "Geschäftsstelle Strategische Auslandsgeschäfte" will die Bundesregierung Unte ...
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Mehr Hilfe an „Reformchampions"Durch „Partnerschaften" mit einzelnen afrikanischen Staaten soll die Entwicklung dort besonders vorangebrac ...
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A1-Bescheinigungen für GB nur noch bis Ende März 2019Der angekündigte Austritt Großbritanniens aus der EU hat auch Auswirkungen a ...
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Lupp-Auftrag in Sierra Leone in Deutsche-Welle-BeitragIn einem kurzen Filmbeitrag hat sich die Deutsche Welle mit dem „Chancenkontinent" Afrika ...
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Äthiopischer Partnerverband dankt BGV für Zusammenarbeit Mit einer Ehrenurkunde hat der äthiopische Bauverband Construction Contractor ...
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Entwicklungsminister Müller lobt Afrika-Engagement des DABVWie kann man die entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen verbessern und mehr mittels ...
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15 Mittelständler knüpften in Kenia erste Geschäftskontakte   Das erste vorläufige Fazit von Elias van Straaten, Mitarbe ...
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Internet-Plattform weist auf Geldgeber hinSuchen Sie seriöse Geldgeber, um Projekte im östlichen und südlichen Afrika umzusetzen? Das I ...
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